Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Durch geänderte medizinische Heilmethoden (Wachkoma), leider auch durch Zunahme altersbedingter Erkrankungen (Demenz) ist das Bedürfnis gewachsen, Vorsorge zu treffen, wenn ein Mensch seine Angelegenheiten vorübergehend oder dauernd nicht besorgen kann. Wenn man in derartigen Fällen die Einrichtung einer Pflegschaft oder Betreuung durch das Betreuungsgericht vermeiden will, empfiehlt sich die Errichtung einer sogenannten Vorsorgevollmacht, bei der es sich in der Regel um eine sogenannte Generalvollmacht handelt. Die notarielle Form ist zwar nicht vorgeschrieben, aber zweckmäßig, zum einen wegen der notariellen Beratung, zum anderen aber auch, weil die Rechtswirksamkeit einer notariell beurkundeten Vollmacht nicht mit Erfolg in Zweifel gezogen werden kann.

Bei der Patientenverfügung geht es darum, im Falle einer unheilbaren Erkrankung die erwünschte medizinische Behandlung für den Fall verbindlich festzulegen, dass man seinen Willen krankheitsbedingt nicht mehr artikulieren kann.

Man kann - muss nicht - Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung miteinander verbinden - dann gehört es zum Aufgabenkreis des Bevollmächtigten, den in der Patientenverfügung niedergelegten Willen im Fall einer unheilbaren Erkrankung des Vollmachtgebers durchzusetzen.

Auch auf diesem Gebiet notarieller Tätigkeit verfügen wir über die erforderlichen Kenntnisse und eine langjährige Erfahrung.